Hundesteuer in Deutschland

In Deutschland wird von den Gemeinden eine Steuer für das Halten von Hunden erhoben, die Hundesteuer. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist die Hundesteuer nicht dafür da, die Beseitigung von Hundekot zu finanzieren. Mit der Hundesteuer kann auch durchaus der Dienstwagen des Bürgermeisters finanziert werden oder die Ausflüge des Gemeinderates.

Hundesteuermarke der Stadt PhilippsburgRechtlich gesehen ist die Hundesteuer eine direkte Steuer in Form einer Aufwandsteuer. Ob Gemeinden Hundesteuer erheben oder nicht obliegt jeder Gemeinde selbst. Lediglich in Baden-Württemberg und im Saarland ist die Erhebung der Hundesteuer verpflichtend. Es gibt auch Gemeinden, welche keine Hundesteuererheben. In der Regel ist die Rechtsgrundlage zur Erhebung der Hundesteuer die kommunale Hundesteuersatzung, welche auf dem Kommunalabgabengesetz des jeweiligen Bundeslandes beruht.

Die Hundesteuer bezieht sich, wie der Name schon sagt, nur auf die Haltung von Hunden. Auf andere Tiere darf die Erhebung der Hundesteuer nicht ausgedehnt werden. Die Hundesteuer kann sich von Gemeinde zu Gemeinde erheblich unterscheiden, da die Verwaltung und die Entscheidung über die Höhe der Hundesteuer von der Gemeinde selbst festgelegt wird.

Manchmal erheben die Gemeinden für einen zweiten oder weiteren Hund einer erhöhte Hundesteuer. Daneben hat es sich eingebürgert, dass für bestimmte Hunderassen ein stark erhöhter Hundesteuersatz erhoben wird. Diese finanzielle Bestrafung von bestimmten Hunderassen ist sehr umstritten und hat schon zu einigen Gerichtsverfahren geführt. Meiner Meinung nach fehlt es hier in einigen Gemeindeverwaltung an einer gewissen Sachlichkeit und Objektivität bezüglich der Festlegung der entsprechenden Hunderassen. Es hört sich zwar bei den Nichthundebesitzern gut an, dass man die sogenannten „Kampfhunde“ höher besteuert, allerdings fehlt es bei der ein oder anderen Gemeindeverwaltungen an einem entsprechendem Maß.

Manchmal verzichten Gemeinden auf das Erheben von Hundesteuer für die sogenannten Gebrauchshunde, wie zum Beispiel Blindenhunde.

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