Hundekrankheiten: Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist eine Krankheit, die auch für den Menschen zum Tode führen kann. Anders als der Name vermuten lässt befällt diese Krankheit auch Hunde. Allerdings ist es kein Grund panisch zu werden, denn nur 4 von 1.000 Haushunden in Deutschland sind vom Fuchsbandwurm befallen.

Was ist der Fuchsbandwurm?

Der Fuchsbandwurm ist, wie der Name schon sagt, ein Bandwurm, allerdings ein sehr kleiner. Wir alle kennen Bandwürmer von mehreren Metern Länge, der Fuchsbandwurm wird meistens nicht länger als 3,5 Millimeter. Der Kopf des Fuchsbandwurms hat vier Näpfe zum Saugen. Auch bedient sich der Fuchsbandwurmder Hakentechnik, um sich am Darm des Wirtes festzuhaken.

Wie ist die Verbreitung des Fuchsbandwurms in Deutschland?

Im Südwesten von Deutschland sind über 70 Prozent der Füchse vom Fuchsbandwurm befallen. Das ist der Spitzenwert. In anderen Regionen von Deutschland ist der Befall geringer, in manchen Gegenden sogar nur 5 Prozent. Wie bereits oben geschrieben sind deutschlandweit 4 von 1000 Hunden befallen. Ähnlich sieht die Befallsquote bei Hauskatzen aus. Auch kann man eine Verbreitung aufgrund der Bodengegebenheiten beobachten. So sind die Füchse in Landschaften mit Mittelgebirgen (Harz, Thüringer Wald, auf der Schwäbischen Alb) häufiger vom Fuchsbandwurm befallen, als die Füchse im flachen Land. Der Grund ist darin zu suchen, dass die wesentlichen Überträger (Feld- und Schermäuse) in den Bergregionen öfters vorkommen. Ein weiteres Problem in Bezug auf die Ausbreitung dieses Bandwurms ist, dass die Füchse sich an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt haben und so in dichter bewohnte Gebiete vorrücken. Es gibt Städte, in welchen es mehr Füchse pro Quadratkilometer gibt, als auf dem Land.

Welche Gefahr besteht für den Menschen durch den Fuchsbandwurm?

Auch für niedrig wachsende Obst- und Gemüseplantagen gilt, dass diese von Fuchsbandwurmeiern befallen sein können. Eine besondere Gefahr besteht darin, dass man die ausgeschiedenen Eier des Fuchsbandwurms mit dem Augen nicht erkennen kann. Im Körper des Menschen schlüpfen die Larven und wandern zum Beispiel in die Leber, wo sie eine lebensgefährliche Leberzirrhose verursachen können. Allerdings besteht kein Grund zu einer übertrieben Panik. In Deutschland gibt es jährlich nur ungefähr 20 Fälle von Neuerkrankungen.

Wie kann der Mensch und Hund vor dem Fuchsbandwurm geschützt werden?

Es empfiehlt sich, dass man die Hunde regelmäßig entwurmt. Ganz wichtig ist, dass man vor dem Essen von Waldfrüchten (z.B. Heidel- oder Preiselbeeren, Pilze, Kräuter, etc.) diese gründlich säubert. Natürlich sollten auch Gemüse, Salate und Obst gründlich gewaschen werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der erhitzt die Lebensmittel. Ab 80 Grad Celsius werden die Fuchsbandwurmeier getötet.

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